[Rezension] Goodbye Zucker von Sarah Wilson

Wilson_SGoodbye_Zucker_154715Titel: Goodbye Zucker
AutorIn: Sarah Wilson
Übersetzerin: Gabriele Lichtner
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2015
Format: Taschenbuch (224 Seiten)
ISBN: 978-3442175406
Preis: 12,99€

zum Buch:

Leseprobe

Worum geht es?

Jeder kennt ihn, diesen Heißhunger auf Süßes: ruckzuck ist statt einem Stückchen Schokolade gleich die ganze Tafel weg. Wie man sich vom Zucker und seinen Tücken befreien kann, verrät uns die Australierin Sarah Wilson mit ihrem einfachen 8-Wochen-Entzuckerungsprogramm. Auf dieses Buch haben viele gewartet, denn die trendigen Rezeptideen mit vielen süßen Alternativen stehen ganz unter dem Motto: Naschen erlaubt – – aber gesund und mit Spaß.Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Mit dem Thema Zucker habe ich mich in der letzten Zeit schon etwas intensiver beschäftigt. Nachdem mein zuletzt zu diesem Thema gelesenes Buch ja eher sehr “theoretisch” geschrieben wurde und Rezepte ja nur einen kleinen Bereich abgedeckt hatten, gibt es in “Goodbye Zucker” 108 Rezepte, außerdem verspricht die Autorin zuckerfrei glücklich in 8 Wochen zu werden. Ich bin gespannt, ob dies auch bei mir zutrifft.

Dieses Buch fällt schon alleine durch das quadratische Cover mit den vielen Zitronen auf. Die große, geschwungene Schrift macht dieses Buch endgültig zum Eyecatcher.

Auch die Illustrationen finde ich sehr gelungen. Die vielen privaten Fotos der Autorin schaffen eine angenehme Atmosphäre beim Lesen.

Es gibt ein Inhaltverzeichnis, dort gibt es neben einer Einführung und ein paar persönliche Worte der Autorin, das 8-Wochen-Programm, Grundausstattung, 108 zuckerfreie Rezepte sowie einen praktischen Anhang mit z.B. Einkaufsliste und Rezeptverzeichnis.

Wie bei “Süßer leben ohne Zucker” erklärt die Autorin auch hier, warum ein zuckerfreier Leben empfehlenswert. Auch hier wird wieder deutlich: Nicht das Fett ist das Problem vieler Krankheiten; der Zucker ist es, der den Körper krank macht. Es geht natürlich nicht um den Verzehr in kleinen Mengen, sondern um den regelmäßigen Verzehr in hohen Mengen.

Dann geht es endlich los mit dem 8-Wochen-Programm. Auch hier findet der Leser jede Menge Tipps und Tricks rund um das zuckerfreie Leben. Diese sind alle sehr verständlich geschrieben und durch viele farbige Kästchen auch sehr übersichtlich und anschaulich anzusehen. Bevor die Autorin sich dann den zuckerfreien Rezepten zuwendet, gibt es einen detailreiche Beschreibung und Erklärung zur Grundausstattung. Dort geht es um die Herstellung von Saucen und Co. – zuckerfrei, versteht sich.

So gut informiert geht es dann weiter mit den vielen Rezeptideen. Interessant ist, wie einfach die Rezepte zu kochen sind und noch wichtiger, was für Zutaten verwendet werden. Als berufstätige Mama mit Haus und Hof habe ich nicht die Zeit und Lust, durch die ganzen Bioläden in der Umgebung zu fahren, um die benötigten Zutaten einzukaufen.

Da ich mich in Bioläden bereits gut auskenne und auf meinem Speiseplan immer häufiger vegetarische und vegane Gerichte stehen, habe ich keine Probleme mit dem Einkauf der Zutaten gehabt. Die Menge der Zutaten ist überschaubar und die Rezepte auch sehr lecker. Besonders gut finde ich die übersichtliche Einteilung: Frühstücksideen, Smoothies und Co., Gesunde Detox-Gerichte, herzhafte Snacks, Naschen mit Kids, Süßes für Zwischendurch und Kuchen & Desserts.

Nach 224 gelesenen Seiten habe ich das Buch begeistert zur Seite gelegt, auch in diesem Buch habe ich viele neue, sehr interessante Dinge über den Zucker erfahren. Ich werde mit Sicherheit das ein oder andere Rezept in meinen Speiseplan aufnehmen. Allerdings wird es wohl nicht möglich für mich sein, dauerhaft auf Obst zu verzichten. Allen, die sich mit einem zuckerfreien Leben auseinandersetzen, kann ich hier eine Leseempfehlung aussprechen. Demnächst erscheint im Goldmann Verlag die Fortsetzung “Goodbye Zucker – für immer”, darauf freue ich mich auch schon sehr.

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[Rezension]Blonder wird’s nicht von Ellen Berg

9783746631905Titel: Blonder wird’s nicht
Autor: Ellen Berg
Verlag: Aufbau Verlag
Erscheinungsdatum: 15. August 2016
ISBN: 978-3746631905
Format: Taschenbuch (352 Seiten)
Preis: 10,99€

 

 

zum Buch

Leseprobe

zur Autorin:

Worum geht es?

WASCHEN, SCHNEIDEN – LIEBEN!
Die alleinerziehende Maja hat mehr Sorgen als genug: Ihr Bio-Friseursalon mit seinen betreuungsintensiven Kunden fordert ihren vollen Einsatz, Sohn Willi steckt mitten in der Pubertät, und ihr Freund Robin kommt und geht, wie es gefällt. Dann drückt ihr Tante Ruth Olga aufs Auge, ein superblondes Vollweib, das gleich einen wichtigen Kunden verunstaltet. Als Willi noch das Kiffen für sich entdeckt, muss Maja mit Kamm, Schere und starken Nerven um ihr Glück und ihre Existenz kämpfen. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Endlich, ein neues Buch von Ellen Berg. Als begeisterte Leserin ihrer Bücher habe ich mich auf diese Erscheinung besonders gefreut. Den Vorgänger “Mach mir den Garten, Liebling!” habe ich besonders geliebt und auch das Hörbuch, welches grandios von der Schauspielerin Tessa Mittelstaedt (“Tatort”) gesprochen wird, habe ich schon einige Male mit großer Freude angehört. Meine Rezension zu diesem Buch findet ihr hier.

Bevor ich mich mit der Geschichte beschäftigt habe, habe ich das Cover ausgiebig betrachtet. Die Bücher von Ellen Berg haben einen absoluten Wiedererkennungseffekt. Auch dieses Cover ist wieder grandios illustriert. Mit viel Liebe zum Detail wurde es wieder herrlich in Szene gesetzt. An diesem Cover kommt niemand vorbei – spätestens beim zweiten Blick entdeckt man viele interessante Details. Die Dame in ihrer gelben Verkleidung ist wirklich lustig anzuschauen.

Dann ging es endlich los mit Majas Geschichte. Schon nach ein paar Seiten war ich wieder mittendrin in meiner so geliebten Ellen-Berg-Welt. Die Autorin hat einen ganz besonderen Schreibstil, den ich mittlerweile problemlos wiedererkenne. Sie schreibt ihre Romane sehr humorvoll,  flüssig und leicht verständlich. In den ersten Kapiteln beschreibt sie ihre Protagonisten mit sehr viel Liebe zum Detail. Besonders Maja ist mir schon auf den ersten Seiten gleich ans Herz gewachsen. Sie ist eine sympathische Frau. Täglich kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre Kundschaft, und da kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen: Unsere Mitmenschen sind nicht immer leicht umgänglich. Aber damit nicht genug: Sie hat auch große Sorgen wegen ihres pubertierenden Sohnes, der auf die schiefe Bahn geraten ist und dringend Mamas Hilfe benötigt.

Genauso wie im wahren Leben sind auch die Protagonisten in diesem Buch sehr unterschiedlich. Wie es leider so üblich ist in unserer manchmal sehr oberflächlichen Gesellschaft, werden einige Charaktere aufgrund ihres Aussehens oder ihres Auftretens in eine bestimmte Schublade gesteckt. Aber es würde sich nicht um einen Ellen-Berg-Roman handeln, wenn die Protagonisten sich nicht innerhalb der Geschichte stetig entwickeln würden. Das gefällt mir an ihren Büchern besonders gut. Sie schafft zum Ende hin stets eine wunderbare, familiäre Atmosphäre. Ich fühle mich beim Lesen ihrer Bücher immer sehr wohl. Die Seiten fliegen so dahin und ich bin häufig ein Teil ihrer Geschichte.

Die Erzählung hält von Anfang bis Ende den Spannungsbogen aufrecht, ihr Ende ist abgeschlossen und lässt für mich keine Fragen mehr offen.

Ich möchte gerne eine Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen und vergebe fünf von fünf Smileys. Ich freue mich auf viele weitere Bücher aus der Feder dieser sympathischen Autorin. Schaut doch mal auf ihre Homepage www.Ellen-Berg.de und lernt die bezaubernde Ellen-Berg-Welt kennen.Smiley_5

 

[Rezension] Süßer leben ohne Zucker von Charlotte Debeugny

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Titel: Süßer leben
AutorIn: Charlotte Debeugny
Übersetzerin: Marion Gieseke
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 11.Juli 2016
Format: Klappenbroschur (128 Seiten)
ISBN: 978-3453603868
Preis: 12,99€

zum Buch

Leseprobe

 

Worum geht es?

Zucker ist in fast allen Lebensmitteln enthalten, nicht nur in Süßigkeiten. Charlotte Debeugny zeigt, wo er wichtig und in Maßen zu empfehlen ist, und wo er als unnötiges Gift weggelassen werden sollte. Sie hilft dabei, versteckten Zucker zu erkennen, und erklärt, warum zu viel Zucker nicht nur auf die Figur, sondern auch auf die Stimmung schlägt. Kleine Tipps und Tricks und fantastische Rezepte machen diese Diät einfach umsetzbar und leicht durchzuhalten. Ein Programm zur Entgiftung, so einleuchtend und klar, dass man direkt loslegen will. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Schon lange stelle mir die Frage: Was stellt der viele Zucker tatsächlich mit unseren Körpern an? Ich bin ein richtiger Schoko-Junkie, und obwohl ich bei hohem Zuckerverzehr immer wieder merke, dass er mir nicht bekommt, komme ich von dem süßen Kram irgendwie nicht los. Beim Bummeln im Buchladen bin ich an diesem Buch hier hängengeblieben. “Süßer leben ohne Zucker – mit Leichtigkeit zu strahlendem Teint, guter Laune und Traumfigur”. Bingo, dies ist genau mein Buch. Es hat ein ansprechendes Cover, welches auch an den schönen frischen Farben liegen mag, die für das abgebildete Obst verwendet wurden.

Nachdem ich das Buch dann aus dem Regal gezogen habe und durch die 128 Seiten geblättert habe, war ich von den kurzen Texten und den vielen tollen Illustrationen extrem begeistert.

Am Anfang gibt es ein sehr übersichtliches Inhaltsverzeichnis, welches in folgende Kategorien unterteilt ist:

Einführung

1 Zucker, Gesundheit und Wohlbefinden

2 Zucker erkennen und entlarven

3 Der Angriffsplan

4 Fantastische Menus und Rezepte

5 Rückfällig werden – ausgeschlossen!

6 Kinder und Zucker

Schlusswort

Das Buch startet mir einer allgemeinen Erklärung zum Thema Zucker, in der die Autorin unseren Zuckerverbrauch unter die Lupe nimmt. Viele Dinge waren mir überhaupt nicht bewusst. Zum Beispiel ist der vielangepriesene Agavensirup oder Honig keinen Deut besser als der normale Haushaltszucker. Zucker bleibt Zucker, egal in welcher Form. Wusstet Ihr das? Also mich hat das Gelesene doch sehr überrascht.

Das Buch ist durchweg leichtverständlich geschrieben, an vielen Stellen auch sehr humorvoll. Gleich im ersten Kapitel gibt es einen Test: Wie zuckersüchtig sind sie? Mein Ergebnis zeigte, was ich auch schon vermutet hatte. Es dann aber schwarz auf weiß  zu lesen´, dass ich “in hohem Maße zuckersüchtig” bin, hat mich dann aber doch extrem geschockt. Von diesem Zeitpunkt an hat mich dann das Buch gefangen und ich habe mich binnen kürzester Zeit durch die Kapitel gelesen. Die Autorin, Charlotte Debeugny, führt den Leser ganz langsam und Stück für Stück an das Thema Zucker heran. Das hat mir richtig gut gefallen. In den vielen bunten Kästchen im Buch gibt es jede Menge Tipps und weitere Infos, die sind alle so interessant, dass ich das ganze Buch mit Post-Its versehen möchte, um ständig zu blättern und mir diese Infos immer wieder anzusehen und erneut durchzulesen.

Nachdem ich in den ersten Kapiteln sehr informativ beraten wurde, geht es im dritten Kapitel um praktische Ratschläge und Tipps für eine zuckerarme Ernährung. Auch dies ist dann wieder sehr detailliert und einfach beschrieben und ich habe ein gutes Gefühl gehabt, das Gelesene auch einfach umsetzten zu können.

Nach der ganzen Theorie geht es in Kapitel 4 dann endlich mit der Praxis weiter. Es darf nun endlich zuckerarmer gekocht werden. Es gibt für zwei Wochen eine Übersicht und detaillierte Rezepte, die zum Nachkochen einladen. Wer mag, kann dann auch auf zwei leeren Seiten seine zuckerarmen Lieblingsrezepte notieren.

Als Mama fand ich auch das Kapitel “Kinder und Zucker” extrem spannend, denn auch die Jungs essen definitiv zu viel Zucker. Ob ich es allerdings schaffe, den Zucker komplett aus ihrem Leben zu verbannen, bezweifele ich. Ich werde aber versuchen, den Zuckerkonsum auch bei ihnen deutlich zu reduzieren.

Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch mich wirklich nachhaltig beeindruckt hat. Ich habe viele spannende und teilweise auch sehr erschreckende Details über den Zucker erfahren. Ob ich den Zucker für immer und dauerhaft aus meinen Leben streichen kann, kann ich im Moment nicht sagen. Aber auf jeden Fall werde ich meine Einstellung zum Zucker ändern und vielleicht meinen morgendlichen Kaffee zukünftig ohne Karamelsirup und Zucker trinken.

Allen, die eine ähnliche Erfahrung mit dem unstillbaren Heißhunger auf Süßes haben, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Ihr werdet sicher sehr überrascht sein, was ihr hier alles erfahren könnt. Ganz klare Leseempfehlung, die selbstverständlich mit fünf von fünf Smileys belohnt wird. Ich werde dieses Buch sicher noch sehr oft zur Hand nehmen.Smiley_5_thumb.jpg

[Rezension] Ab heute seh ich bunt von Antje Szillat

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Titel: Ab heute seh ich bunt
Autor: Antje Szillat
Verlag: Aufbau Verlag
Erscheinungsdatum: 17.Juni 2016
Format: Taschenbuch (304 Seiten)
ISBN: 978-3746632223
Preis: 9,99€

zur Autorin

Charlotte hat es satt: den pubertären Sohn Jonas, die großen und kleinen Macken des dauergestressten Gatten, vom Schwiegervater ganz zu schweigen. Jetzt ist endlich sie dran. Seit klar ist, dass Jonas ein Jahr in England verbringen wird, plant sie, mit demselben Organisationstalent, mit dem sie auch ihre Familie am Laufen hält, ihre Auszeit in der Toskana. Doch statt cucina italiana, vino und ganz viel Sonne genießen zu können, verkündet ihr Jonas, dass er zu Hause zu bleibt, ihr Mann nimmt eine neue Stelle an, und sein dauerrenitenter Vater quartiert sich kurzerhand im Familienheim ein. Und plötzlich sieht Charlotte bunt. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Nach den vielen Kinder- und Jugendbüchern zuletzt habe mich gefreut, endlich mal wieder einen Roman zu lesen. Bislang haben mich die gelesenen Bücher der Autorin Antje Szillat noch nie enttäuscht, und auch Ben ist von ihren Kinderbüchern extrem begeistert.

Wie gewohnt schafft es die Autorin, mich bereits nach wenigen Seiten mit in die Geschichte zu nehmen. Antje Szillat hat einen herrlich erfrischenden Schreibstil und sie erschafft dadurch eine ganz besondere Stimmung.

Auf den ersten Seiten lernt man Charlotte kennen, aus deren Sicht auch die Geschichte erzählt wird. Charlotte hat es in ihrem Männerhaushalt nicht einfach. Ihr pubertierender Sohn Jonas hat alles andere Kopf, nur nicht seine naheliegende Abiturprüfung. Ihr Mann Peter sieht in Charlotte auch eher seine Haus- und Putzfrau als eine gleichberechtigte Partnerin. Die Runde komplett macht dann noch Charlottes Schwiegervatermonster Hans-Hermann, der keine Gelegenheit auslässt, Charlotte zu beleidigen und zu schikanieren. Die Autorin schaffte es durch ihre detailgenauen Beschreibungen, dass mir Charlotte sofort ans Herz gewachsen ist. Kein Wunder, dass Charlotte von diesem Leben bald die Nase voll hat und sie die Koffer packt, um bei ihrer Freundin Britta in der Toskana neue Energie zu sammeln. Super gefällt mir ihre Veränderung und Weiterentwicklung innerhalb der Geschichte.

Der flüssige und leichte Schreibstil gibt der Geschichte immer neuen Aufwind und treibt die Geschichte somit schnell voran. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Leselänge, dadurch bin ich förmlich durch die Seiten geflogen.

Was mir auch richtig gut gefallen hat, waren die schönen Beschreibungen aus der Toskana. Ich habe mich mit dem mediterranen Lebensstil gleich identifiziert und mich in der beschriebenen Gegend heimisch gefühlt.

Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen kann bis zum Schluss aufrecht gehalten werden und unterhält und fesselt mich bis zum Schluss. Auch wenn das Ende dann für mich doch sehr vorhersehbar und an einen Stellen leicht kitschig rübergekommen ist, wurden meine Erwartungen auch bei diesem Buch erfüllt.

Ebenfalls gut gefallen hat mir Charlottes Lieblingsrezept auf der ersten Seite, und auch das ungewöhnliche Cover finde ich erwähnenswert. Während viele Bücher ja eine glatte und glänzende Oberfläche haben, fühlt sich dieses Cover wie eine dickere Buchseite an. Es ist zwar ziemlich schlicht, aber wahrscheinlich sind es gerade die wenigen Farbakzente, die Aufmerksamkeit erzeugen.

Abschließend kann ich sagen, das “Ab heute seh ich bunt” ein wirklich toller, leicht zu lesender Frauenroman ist. Mit einer ganz sympathischen Protagonisten und einer zauberhaften Landschaftsbeschreibungen. Dieser Roman hat mir schöne Lesestunden beschert und mich in Urlaubsstimmung versetzt.

Ich spreche für dieses Buch gerne eine Leseempfehlung aus und vergebe 4,5 von 5 Smileys.

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[Rezension] Polly Schlottermotz von Lucy Astner

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Titel: Polly Schlottermotz
Autor: Lucy Astner
Illustratorin: Lisa Hänsch
Verlag: Planet!
empfohlenes Lesealter: 8-10 Jahre
Erscheinungsdatum: 15.Juli 2016
Format: Hardcover (224 Seiten)
ISBN: 978-3522505208
Preis: 9,99€

zum Buch

zum Buchtrailer

zur Autorin

Worum geht es:

 

Seit Polly den neuen Eckzahn hat, weiß sie von einem lange gehüteten Familiengeheimnis – und das stellt ihr Leben ganz schön auf den Kopf! Es ist zwar super, dass sie plötzlich den fiesen Marvin wie einen Pillepallepopel durch die Luft schnipsen kann, trotzdem ist da diese Prüfung vor dem Siebenschläferrat, die sie erst bestehen muss, bevor sie wieder bei ihrer Familie leben darf. Und so verlässt Polly schweren Herzens ihr geliebtes Zuhause, um sich bei Tante Winnie auf die Prüfung vorzubereiten.

Zum Glück gibt es den sprechenden Fledermäuserich Adlerauge. Der ist zwar blind wie ein Maulwurf, öffnet Polly aber die Augen: Manchmal ist es ziemlich cool, ein bisschen anders zu sein …Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Potzblitz! Was für ein Klappentext. Da bekommt ein kleines Mädchen plötzlich einen großen, langen Eckzahn. Ein Blick auf das Cover und den Zahn lässt mein Herz höher schlagen, denn dieser Zahn ist unverkennbar ein Vampirzahn und ich bin ein riesengroßer Vampirfan. Seit vielen Jahren lese und schaue ich alles, was mit Vampiren zu tun hat. Diese Leidenschaft hat Angela Sommer-Bodenburg vor vielen Jahren mit ihrem Buch ”Der kleine Vampir” entfacht. Nachdem ich dann auch noch den genialen Buchtrailer gehört und gesehen habe, war ganz klar: Ich muss “Polly Schlottermotz” unbedingt kennenlernen. Die Erwartung war schon vor dem Lesen extrem hoch und ich war sehr gespannt, ob es der Autorin gelingt, meine Erwartungen zu auch zu erfüllen.

Aber nicht nur der Klappentext und der Buchtrailer sind genial, auch das Cover sieht wunderschön aus. Die schicken blau/türkis Töne schimmern schön, wenn man das Buch in den Händen bewegt. Es gibt neben Polly, einem Fledermäuserich und einem Pferd auch jede Menge anderes Lustiges zu entdecken. Die erste und die letzte Seite ist mit einem kräftigen Pink versehen worden, sieht extrem schick aus, wird aber sicher die Jungs vom Kauf des Buches abhalten. Die weibliche Protagonistin und diese kräftige Innenfarbe vermitteln den Eindruck, dass es sich hierbei um ein Mädchenbuch handelt.  Ich kann dazu sagen, dass die Geschichte auf jeden Fall auch etwas für die Jungs ist. Hier im Haus wohnen nun auch zwei Fans von Polly und Co., die das Buch mit ebenfalls großer Begeisterung gelesen haben. Also, liebe Jungs, lasst Euch von der pinken Farbe nicht abschrecken Smiley. Es lohnt sich, Polly kennenzulernen.

Bereits nach den ersten Seiten fand ich sofort in die Geschichte. Was zum einen an dem tollen, humorvollen und lustigen Schreibstil der Autorin liegt, zum anderen an den zauberhaften Illustrationen von Lisa Hänsch. Die verleihen der gelungenen Geschichte noch das letzte I-Tüpfelchen.

Polly ist ein richtig tolles Mädchen, und ich bin schon nach wenigen Seiten ganz begeistert und verzaubert von ihr. Aber auch die Orte, an denen die Geschichte spielt, sind so detailgetrau beschrieben worden, dass ich mich nach kurzer Zeit in der Geschichte sehr wohl gefühlt habe. Die Kapitel haben für junge Leser eine sehr angenehme kurze Länge und so bin ich regelrecht durch die Seiten geflogen. Neben einer zauberhaften Familie und einer besten Freundin hat Polly noch eine ziemlich coole Tante, die auf einem unglaublich schönen Hausboot wohnt. Ich habe bei den vielen tollen Beschreibungen so viel lachen müssen und mich von Anfang bis Ende in dieser tollen Geschichte extrem gut unterhalten gefühlt. Junge Leser ab acht Jahren werden beim Selbstlesen keine Schwierigkeiten haben und für Kinder ab sechs Jahren eignet sich das Buch zum Vorlesen.

“Polly Schlottermotz” von Lucy Astner gehört definitiv zu meinen Lesehighlights 2016. Dieses kleine Vampirmädchen wird mit Sicherheit ganz viele kleine und große Fans bekommen. Ich bin extrem gespannt, was Polly im nächsten Jahr erlebt, denn bereits im Januar gibt es Pollys nächstes Abendteuer. Ich vergebe fünf sehr gute potzblitze Smileys.

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[Rezension] Dancing Girls- Ida springt über ihren Schatten von Heike Abidi

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Titel: Dancing Girls- Ida springt über ihren Schatten
Autorin: Heike Abidi
Illustrator: Lisa Hänsch
Verlag: Coppenrath
empfohlenes Lesealter: 8-10 Jahre
Erscheinungsdatum: 1.August 2016
Format: Hardcover (125 Seiten)
ISBN: 978-3649666899

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zur Autorin

Worum geht es?

Ballett bedeutet Ida einfach alles – darum kann sie es auch kaum erwarten, mit den anderen Dancing Girls einen neuen Tanz auszuprobieren, bei dem sie tolle Pirouetten drehen kann. Doch Emily, Charlotte und Yasmin wollen zuerst den neuen Probenraum renovieren. Super langweilig!, findet Ida. Und dann überzeugt Yasmin die anderen Mädchen auch noch von einem türkischen Hit, zu dem sie bei der Restaurant-Eröffnung ihrer Eltern auftreten sollen. Wie lahm ist das denn? Ida stellt auf stur und will nicht mehr mitmachen. Ist das das Aus für die Dancing Girls? Im zweiten Band der Mädchenbuch-Reihe ‚Dancing Girls‘ geht es um Teamgeist, Tanzfieber und Gefühlschaos – eben um alles, was tanzbegeisterte Mädchen bewegt. Quelle

Meine Meinung zum Buch:

Nachdem ich bereits den ersten Band der Dancing Girls mit Begeisterung gelesen habe, sehnte ich das Erscheinen des zweiten Buches regelrecht herbei. Die Idee der Buchreihe finde ich ziemlich spannend. Es geht um vier ganz verschiedene Mädchen, deren gemeinsame Leidenschaft das Tanzen ist, wobei alle Mädchen eine andere Tanzrichtung favorisieren. Charlotte, über deren Geschichte das erste Buch handelt, liebt das Steppen, Ida ist eine Balletttänzerin, Yasmin kennt sich im orientalischen Tanz aus und Emily ist dem Hip Hop verfallen. Genauso unterschiedlich wie ihre Tanzstile sind auch die vier Mädchen selbst. Es treffen unterschiedliche Glaubensrichtungen und Familiensituationen aufeinander. Ich war gespannt, wie die Autorin Heike Abidi diese Themen kindgerecht verarbeitet.

Wie auch beim ersten Buch ist mir der Einstieg sehr leicht gefallen. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen und Vorkenntnisse nicht unbedingt erforderlich. Ich finde die Geschichte des Kennenlernens der Mädchen so schön, dass ich empfehlen würde, die Bücher der Reihe nach zu lesen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und altersgerecht geschrieben. Durch viele tolle, schwarz-weiße Illustrationen von Lisa Hänsch wird die Geschichte aufgelockert. Die Kapitel haben für geübte junge Leserinnen eine angenehme Leselänge, jüngere Leserinnen können sich die Geschichte aber auch gut vorlesen lassen.

Die Protagonisten sind authentisch beschrieben und auch so tatsächlich in jedem Freundeskreis wiederzufinden. Mir gefallen alle vier Mädchen sehr gut, denn gerade ihre unterschiedlichen Charaktere machen sie für mich jede auf ihre Weise sehr liebenswert. Die Botschaft des Buches, nicht jedes Kind ist gleich und auch wenn Meinungen, Tanzstile, Musik und Kulturen unterschiedlich sind, kann man trotzdem einen Weg finden und gemeinsam Spaß haben, finde ich besonders wichtig. Gerade in unserer aktuellen Situation finde ich es richtig und wichtig, auch in Kinderbüchern darauf aufmerksam zu machen.

Das Buch erzählt von Anfang bis Ende eine tolle und spannende Geschichte mit einem abgeschlossenen Ende.

Daneben ist es dem Coppenrath Verlag wieder gelungen, ein farbenfrohes Cover zu gestalten. Es wird unmöglich sein, an einem Buch mit dieser Farbkombination vorbeizugehen ohne es in die Hand zu nehmen. Neben einem wunderschönen Hintergrund in einer meiner Lieblingsfarben, Türkis, ziert das Buch eine schimmernde rosa Schrift. Auch gefallen mir die vier tanzenden Mädels ziemlich gut. Im Einband sind jede Menge schwarz-weiße Herzchen , die bei Mädchen sicher gut ankommen werden.

Ich bin auf 125 Seiten toll unterhalten worden und bin mir ganz sicher, dass diese zauberhafte Mädchenreihe die Herzen von vielen tanzenden kleinen Mädchen höher schlagen lassen wird. Ich spreche für dieses Buch gerne eine Lesempfehlung aus und vergebe fünf von fünf Smileys.

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[Rezension] Heiliger Bimbam von Ralf Prestenbach

Heiliger Bimbam von Ralf Prestenbach

Titel: Heiliger Bimbam
AutorIn: Ralf Prestenbach
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 16. März 2015
Format: Taschenbuch (256 Seiten)
ISBN: 978-3442383344
Preis: 9,99€

zum Buch

 

 

Ein Messdiener fällt vom Glauben ab – so lautet der Untertitel des humorvoll angelegten Rückblicks des Autors Ralf Prestenbach auf seine Zeit als, tja, Messdiener. Die Verlagsgruppe Random House war so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen.

Ich mag Wortspiele und -spielereien wirklich sehr. Insofern hatte der eben angesprochene Untertitel mein Interesse an diesem Buch geweckt. Im Laufe der Kapitel habe ich mich dann aber schnell an Gags dieser Art überlesen. Es wirkte auf mich, als müsste die Linie um jeden Preis durchgezogen werden – Quantität vor Qualität. Zu viele Versuche sakralen Worthumors. Himmlische Aussichten; Das Kreuz mit den Frauen; Die Reiter der Apokalypse: Bei allem, was mir heilig ist, um nur wenige zu nennen. Irgendwann konnte und mochte ich diese Begrifflichkeiten nicht mehr lesen. Und leider war auch der Rest des Buches für mich jetzt nicht so spannend oder humorvoll, dass ich hätte darüber hinweg sehen können. Es las sich wie eine lose Ansammlung zusammengeklaubter Erinnerungen und Tagebucheinträge. Naja.

Vielleicht hatte ich aber auch schon eine negative Grundeinstellung. Denn mein oben beschriebenes, anfängliches Interesse ebbte schon beim Einstieg auf ein Minimum ab. Da erzählt Prestenbach von seiner Geburt – und zwar in diesem aus meiner Sicht komplett unlustigen Stil, den ich schon in den späten 80ern beim Film „Kuck mal, wer da spricht“ und seinen Nachfolgern alles andere als komisch fand. Wenn (niedlichen) Kindern „lustige“ Worte oder Gedanken angeheftet werden, trifft das mein Humorzentrum leider nicht im geringsten.

Ich habe mich mühsam durch das Buch gekämpft und konnte ihm leider nichts abgewinnen. Aber ich gebe zu: Fünf-, sechsmal musste auch ich schmunzeln. Es tut mir leid: Von mir gibt es dafür nur einen von möglichen fünf Smileys. Der Herr möge es mir vergeben.

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